Grünkohlsmoothie. Übertriebener healthy-lifestyle-food-hype?

Also gut sieht er doch aus. Ein sattes Grün und die Konsistenz müsste Dir beim Einschenken im Video schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ok. Übertrieben. Schon klar. Mit Grünkohl muss man sich erst mal auseinandersetzen.

Der Smoothie im Video ist eine sehr „harmlose“ Variante eines Green-Smoothies, also perfekt für den Einstieg. Er enthält sehr viel Fruchtanteil und besticht somit durch einen wirklich guten süßen Geschmack, in dem der Grünkohl an sich ziemlich untergeht. Abgesehen von der Farbe (und den Vitaminen!).

Für das Video war ich auch besonders motiviert und hab’ den Apfel sogar entsaftet, was an sich nicht nötig wäre, jedoch das Getränk flüssiger macht.

Aber nur weil er vielleicht geschmacklich ein wenig untergeht, heißt es ja nicht, dass er seine Wirkung nicht entfaltet.

VEGMED 2016

2016 war ich auf der Vegmed in Berlin, einem Ärztekongress für vegetarisch-vegane Ernährung und Medizin und habe dort in 2 Tagen nicht nur tolle Persönlichkeiten kennenlernen dürfen, sondern auch eine unglaubliche Wissensvielfalt in Bezug auf Ernährung – Gesundheit und Krankheit Einblick bekommen.

Besonders Prof. Dr. Claus Leitzmann hat mit seinen logischen und gut nachvollziehbaren Argumenten auf die Wichtigkeit von grünem Gemüse aufmerksam gemacht.

Niko Rittenau hat ein wenig mehr auf Augenhöhe, sowohl sprachlich als auch durch Beispiele der heutzutage herrschenden „Trends“ die Zuhörer erreicht. Sehr einleuchtend, kurz und knackig auf den Punkt gebracht ist er auch privat ein wirklich sympathischer Typ der – ähnlich wie ich – die Dinge gern‘ ein wenig näher beleuchtet um davon überzeugt zu sein.

Prof. Dr. Claus Leitzmann, ist besonders durch sein Alter, meiner Meinung nach eine ganz besondere Persönlichkeit. Mittlerweile bin viel aufgeschlossener als früher, dass man Menschen auch im fortschreitenden Alter mit Umstellungen ein wenig fordern kann. Natürlich werde ich meine Oma mit 87 Jahren von einer veganen Ernährung nicht mehr überzeugen können. Wenn das nicht ein Arzt im weißen Kittel sagt, dann hat das sowieso keinen Wert und ihr geht es ja so auch ganz gut, also wird das schon gepasst haben, was sie bis jetzt so getan und gegessen hat. Meint sie. Und Recht soll sie haben.

Doch es gibt eben auch andere Exemplare und – aus welchem Grund auch immer er sich vegan ernährt – finde ich es toll, wenn sich Menschen eine Umstellung (er)schaffen und diese ganz bewusst und mit einem Lächeln vertreten. Wenn es dann noch um eine Einstellung geht die gesundheitliche Vorteile bringt, dann hat das für mich persönlich wiederum ein wenig vom „weißen Kittel – Phänomen“ in positiver – Mc. Dreamy – Sicht. Es ist für mich ein bisschen wie eine Biografie lesen – Menschen die positive Schritte setzen, weil sie an den vorigen gescheitert sind, oder eben für sich eine Besserung möchten und daran arbeiten. Auf sich zu schauen und dem eigenen Körper, der Seele etwas Gutes zu tun und mit sich persönlich liebevoll umzugehen – ist irgendwie sexy.

Doch nun noch einmal kurz zurück.

Dr. Leitzmann ist 1933 geboren, also 84 Jahre alt und deutscher Mikrobiologe und Ernährungswissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkte sind vorallem Ernährungsprobleme in Entwicklungsländern, Ernährungsökologie, Vegetarismus und Immunlogische Aspekte der Ernährung.

Besonders der Ausflug in die Immunologie hat in Bezug auf eine pflanzenbasierte Ernährung mein Interesse geweckt. Auch glaube ich, dass es für Andere ganz interessant wäre zu wissen was sie mit ihrem Essen im Körper bewirken können.

Er sagte „Grünkohl ist ein echtes Superfood, eine der gesündesten Gemüsesorten überhaupt“. Roh verzehrt entfaltet er seine vielfältige Wirkung – besonders als wertvolle Vitamin- und Mineralstoffquelle. E punktet bei den Vitaminen A, C, K sowie Folsäure mit hohen Gehalten. Auch besitzt er viel Kalzium, Kalium, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren.

Übersetzt:

Vitamine sind sehr wichtig für unseren Körper und haben einen vielfältigen Aufgabenbereich – Knochen, Blut, Augen, Haut, Nerven und Organe um zu funktionieren und gesund zu bleiben.

V i t a m i n  C: Antioxidationsmittel – fängt freie Radikale (also diese die krank machen können) und macht sie unschädlich.

Reguliert die Hormonausschüttung, entgiftet, regt die Fettverbrennung in der Muskulatur an, steigert die Konzentration und Entspannung und wirkt als Gefässschutz und hält die Innenwände der Arterien glatt, sodass sich z.B. kein Cholesterin anlagern kann.

V i t a m i n  A: Ist wesentlich am Wachstum, an der Zellbindung, an der Fortpflanzung und am Sehvermögen beteiligt. Auch wie das Vitamin C wirkt es als Radikalfänger und hat somit eine zellschützende Wirkung.

Somit musste ich ihn natürlich testen. Und den Test hat er bestanden. Aus diesem Grund hat er auch in meinem Garten einen großen Platz bekommen, an dem er sich ausbreiten darf und mir Gesundheit schenken kann.

Arche Noah ist ein Verein, der sich seit mehr als 25 Jahren für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzt. Ich habe schon des öfteren von ihm gehört, eben auch, dass es alte Sorten sind und nicht irgendwelche chemischen Samen. Also habe ich mich an einem feinen Sommertag nach Schiltern aufgemacht und mich ausgiebig, sowohl mit Kräutern als auch viel Gemüsesorten, eingedeckt. https://www.arche-noah.at

Als der Grünkohl dann plötzlich in seiner Pracht im Gemüsebeet stand war ich richtig begeistert und musste ihn sofort zum Einsatz bringen und ihn verköstigen.

Was ich an dieser Stelle noch unbedingt erwähnen muss, sind die Datteln vom „Dattelbär“ die ich auch in dem Video verwendet habe. Ich hab‘ wirklich noch NIE so gute Datteln gegessen. Sie sind super gesund und übertrumpfen geschmacklich die viel geliebten Medjol Datteln. Perfekt für den Mixer oder zum Snacken für unterwegs! #warteauchhieraufsponsorvertrag 😉 https://www.dattelbaer.at

Viel Spaß beim Anschauen und „nachmixen“ 🙂

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Quellen: https://www.arche-noah.at https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-c-mangel-ia.html http://www.gesund.at/a/vitamin-a

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