Thinkpiece: Gehören Freundschaften aufgrund ihrer Komplexität einfach mal überdacht?

Was genau wünscht Du dir an oder von einer Freundschaft? 

Vielen fällt jetzt sicherlich eine Anzahl an netten Attributen ein. Man denkt ganz kurz an seine Liebsten und fasst die besten zusammen. 

Genau das habe ich gemacht.
Und dann nochmal intensiver nachgedacht und mir erlaubt einen tieferen Blick zu machen und da bin ich auf eine Frage gestoßen: 

Lässt sich eine Freundschaft wirklich bloß auf ein paar Eigenschaften „runterbrechen“?

Meine Theorie von Freundschaft ist leider weniger romantisch, als ich mir das selber wünschen würde. Aber die Zeit und Erfahrung haben mir gezeigt, dass es viel mehr ist; es als ein Konstrukt, ein System verstanden werden muss, das man sich erschaffen muss.

Vielleicht etwas das passieren kann, aber damit es bleibt, verlangt es soviel mehr als es nur dem Zufall zu überlassen. Und da ist es mit einem Ferrero Küsschen leider nicht getan. 

Was genau sollte das Fundament eigentlich darstellen? Ehrlichkeit und Vertrauen? 

Sind das nicht Grundpfeiler, die erst auf Fundament gestellt werden müssen? Ebenso wie in einer Liebesbeziehung?
Ich denke, dass besonders in Bezug auf mich, jemand diese Eigenschaften mitbringen muss, in sich verankert hat und selbstverständlich erlebt und gelebt werden. Grundüberzeugung und etwas, dass man selbst an sich liebt.

Das Thema Freundschaft ist so unglaublich weitläufig und schwer zusammenzufassen, oder auf eine Faustregel zu konkretisieren; was sie ausmacht, wie sie aussehen sollte oder worauf es tatsächlich und wirklich ankommt. 

In Zeiten in denen man viele Entwicklungsschritte macht — ob selbst gesetzt oder nicht — ist mir etwas besonders aufgefallen und in diese Richtung läuft auch dieses Thinkpiece. 

Es klingt vermutlich leicht dahin gesagt und die Bedeutung ist vielleicht im ersten Moment nicht sofort ersichtlich. Für viele könnte es auch absolut unbedeutend sein, weil die Definition von Freundschaft, oder die Werte und Perspektiven komplett andere sind; doch ich meine, dass mein Punkt absolut ein paar Zeilen verdient hat. 

Ist es doch das Interesse an einem anderen, das eine Freundschaft entstehen, aufrecht und erhalten lässt.
Nicht die bloße Neugier. Die vergeudet man schon unbewusst an die unbekannten Instagrampersönlichkeiten.

Es geht um das pure und ehrliche Interesse, das man an dem Gegenüber hat.
 
Faszination und alles was damit verknüpfbar ist. 

Deshalb „darf“ es auch nicht „anstrengend sein“, sich über bestimmte Dinge zu erkundigen, denn sobald es persönlich wird, sollte es doch einen als FreundIn interessieren.

Ist es verkehrt zu hoffen, dass ein(e) Freund(in) Interesse zeigt, an persönlichen Zeilen, die ich online stelle? 

Dass ich nicht Ausreden für sie/ihn finde, warum es ihre/seine Zeit wahrscheinlich nicht zulässt, Lesen „in der heutigen Zeit“ allgemein nicht mehr „trendy“ ist und immer wieder aufs neue den Fluchtweg für den anderen lege?

Darf ich mir „Kritik oder Lob“ wünschen und etwas in Frage stellen, wenn ich abgesehen von Likes, nicht mal ein Kommentar, ein persönlich geschriebenes oder tatsächlich face to face, bekomme?
                                Wo ist das Interesse hin? Zu mir, meiner Person? 

In diesem Fall sind es schließlich meine Ideen, meine ganz persönlichen Ansichten die ich auf Papier bringe und zu alltäglichen Dingen (freiwillig) einen Gedanken-Striptease hinlege. Es ist also ein wichtiger Teil von mir. 

Egal ob man an verschiedenen Punkten im Leben steht, ob man Single oder verheiratet ist, man am Hoch- oder Tiefpunkt steht und der andere am genauen Gegenteil davon. Viele meinen dann, man habe sich auseinandergelebt, man stehe an unterschiedlichen Punkten im Leben und deshalb waren die Interessen nicht mehr vertret- und vereinbar.

Aber hält echte Freundschaft nicht genau an diesen Kreuzungen? Weil man sich eingesteht, dass es gerade unterschiedlich läuft, aber das Interesse am anderen trotzdem bleibt?

Thinkpiece: Warum du deinen eigenen Wert kennen solltest.

Ich klappe mein Notizbuch auf und blättere mehrere Seiten an „To Dos“ durch. Eine neue Auftragsarbeit für einen Kunden. Mehrere Themen und Aufgabenfelder, auf das meiste freue ich mich wirklich; für vieles, das weiß ich, kann ich erst im Nachhinein Freude aufbringen, dazu fehlt mir die alleinige Kontrolle – aber auch das Zusammenarbeiten mit anderen Firmen oder Endstationen funktionieren mittlerweile immer besser. Als ich den Druckauftrag mit der für mich neuen Druckerei bespreche und absegne, habe ich genau dieses kurze Glücksgefühl und alles läuft, wie ich es mir vorstelle. Fast. Denn jeder Kunde ist individuell und jeder möchte es irgendwie auf seine Art, und auch das verlangt Empathie und Fingerspitzengefühl. 

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THINKPIECE: Als ich den Tod kennenlernte…

THINKPIECE: Als ich den Tod kennenlernte…

…hatte ich die vielleicht für mich, wichtigste Lektion meines Lebens erfahren.

Und wenn ich diese Worte schreibe, „Tod“ und „Leben“ in einem Satz miteinander vereine und die Erfahrung für sich sprechen lasse, dann dominiert der Rückschluss, den ich vom Tod aufs Leben ziehe und ich verstehe endlich, wie nah sich vermeintliche Gegensätze sein können. 

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Thinkpiece: Wessen Kompass folgst du?

Thinkpiece: Wessen Kompass folgst du?

Es kommt zum Punkt in einem Leben an dem irgendetwas geschehen muss. Etwas anderes als bisher, etwas Neues, meist nicht klar Definierbares, und melodisch begleitet werden diese Gedanken von Mark Forsters „Au Revoir.

Irgendwann ist dann dieser Moment gekommen – der, an dem man den Entschluss fassen muss, etwas zu ändern. 

Sich zu ändern. 

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